Firmengeschichte

2003 – Magdeburg 

Sternbrücke – Großbohranlage HR 130

2003

Genau am 8. April begannen die Baustelleneinrichtungsarbeiten für das in der Firmengeschichte größte Vorhaben mit ca. 1,5 Mio. Euro Eigenleistung. Nach mehrjähriger Planung und Projektierung der Sternbrücke in Magdeburg ist uns nach schwierigen Verhandlungen in diesem Jahr der Zuschlag erteilt worden.

Es wurden an 2 Strompfeilern und 4 Vorlandpfeilern ca. 3700 m² Spundwand bis 12 m Länge eingebaut. In die beiden Strompfeilerkästen mussten ca. 8 t Verbauträger zur Sicherung eingebaut und vorgehalten werden. Für die Herstellung der 100 Bohrpfähle, teils bis 28 m Tiefe, wurde dann der Entschluss zur Investition einer neuen größeren Bohranlage verwirklicht. So fiel die Entscheidung wieder auf ein italienisches Gerät vom Typ MAIT HR 130 einschl. Verrohrungsanlage mit 160 tm Drehmoment.

Für die 2100 lfd. Meter Bohrpfähle wurden bis Oktober insgesamt 360 t Bewehrungsstahl und 2300 m³ Bohrpfahlbeton verarbeitet. Für die gesamte Bauzeit wurde über Tiefbrunnen der artesische Wasserleiter mit 2,5 m Wasserdruck über Gelände auf beiden Seiten der Elbe abgesenkt.

2002 – Güstrow 

Liebnitzbrücke – 1180 mm
Bohrpfähle bis 26 m Tiefe

Die neueste Investition als Ersatz für das nun 12-jährige LKW-Bohrgerät ist eine Universalbohranlage WD 90, mit der Brunnenbau- und Erkundungsarbeiten, aber auch Spezialtiefbauarbeiten wie z.B. Kleinbohrpfähle, Erdanker und Injektionen, ausgeführt werden können.

Die in der Vergangenheit und Gegenwart erbrachten Leistungen wären nicht möglich ohne unsere kompetenten Mitarbeiter, die mit guter Arbeit auch wesentlich zur Zuverlässigkeit unseres Betriebes und Akzeptanz bei unseren Geschäftspartnern beitragen.

Der Rückblick auf die Entwicklung des nunmehr in der 4. Generation geführten Unternehmens schließt die Hoffnung ein, dass auch in der nächsten Generation jemand bereit ist, die Tradition des Familienbetriebes fortzuführen.

2000 – Havelberg
Schiffsanleger (160 lfd. Meter Doppelbohlen)

1999

wurde aufgrund der schleppenden Konjunktur in Deutschland der Versuch unternommen, im Ausland zu arbeiten. So führten wir in Marokko nach Gründung der Firma MCPS Sarl. mehrere Bohrungen, darunter eine Felsbohrung bis 220 m Bohrteufe, aus. Die schwierige Material- und Ersatzteilbeschaffung sowie eine andere Arbeitsmentalität und sprachliche Probleme waren Anlass, die Tätigkeiten 2000 einzustellen.

Am 15.09.2000 wurde die Firma von einem Schicksalsschlag getroffen. Die lange Jahre im Unternehmen tätige Ehefrau des Seniorchefs, Brigitte Rudolph, starb. Ihr plötzlicher Tod hinterließ eine große Lücke nicht nur in der Familie, sondern auch im Betrieb.

1997 – Arbeitsamt Salzwedel
SOB-Pfähle

1996

wurde neben einer generalüberholten Bauer-Bohranlage BG 7 eine neue MAIT EB 12 Großdrehbohranlage aus Italien angeschafft, da sich eine verstärkte Nachfrage nach Bohrpfahlarbeiten abzeichnete. Dies zog umfangreiche Folgeinvestitionen wie Rohrtouren 620 mm, 880 mm und 1180 mm, Kellybohrstangen, Radlader, Betonpumpe usw., nach sich.

Mit der BG 7 war es nun möglich, sehr viele Gründungen mit Schneckenortbetonpfählen, ca. 450 mm Durchmesser, bis 10 m tief für Eigenheime, Geschäftskomplexe und innerstädtische Gründungssicherung auszuführen. Mit der MAIT EB 12 wurden mehrere 34 m tiefe Großbohrungen 1180 mm auf Deutschlands größter Deponie in Lübeck-Schönberg als Gasbrunnen abgeteuft und mit Edelstahl ausgebaut.

Ortbetonpfähle mit einem Durchmesser von 1180 mm und 880 mm wurden in größerem Umfang für die neue Autobahnbrücke Oldenburg/Holstein, Mittellandkanalbrücke bei Braunschweig, Brückenschlag in Güstrow, Ortsumgehung Rudolstadt, Rostock, Frankfurt/ Oder uvm. umgesetzt. Gründungsarbeiten für Funkmasten wurden in vielen Gebieten Deutschlands ausgeführt. Umfangreiche Arbeiten – Bohrpfähle, Verbau, Grundwasserabsenkungen, Injektionen – konnten in Magdeburg am Landgericht, am Studentenwohnheim Listemannstraße und Verwaltungsgebäude Sternstraße bewerkstelligt

Mathias Rudolph

1990

Der Sohn des Firmeninhabers, Mathias Rudolph, stieg nach Schlosserlehre, Abitur und absolviertem Tiefbau-Studium in Magdeburg in den Betrieb ein und bauten diesen Bereich kontinuierlich aus.

Im Spezialtiefbau konnten neue Arbeitsfelder mit der Baugrubensicherung durch die Anschaffung von einem 15 t und einem 20 t – Bagger nebst Vibrationsbären, Tiefschachteinrichtungen, Bohrglocken u.v.m. erschlossen werden. Für den Brunnenbau wurde eine Universalbohranlage auf 3-Achs-LKW angeschafft. Gleichzeitig musste ein Lastzug mit Ladearm und ein 30 t Tieflader zur rationellen Umsetzung der umfangreichen Geräte erworben werden.

1997 – Abwasserpumpwerk Zollensteig
Tangermünde – Trägerbohlverbau

Infolge der Expansion wurde auch ein größeres Grundstück gebraucht. Bei der benötigten Fläche und den explodierenden Grundstückspreisen war erschlossenes Land nicht erschwinglich. So kaufte die Firma am Rande des Gewerbegebietes Nord in Tangermünde ein unwegsames Grundstück und befestigte dieses mit viel Aufwand. Durch weiteren Zukauf besitzt das Unternehmen nun ein erweiterungsfähiges Betriebsgelände von ca. 3,5 ha. Die vorgesehene Verlegung des Werkstatt- und Bürobereiches hierher ist be der derzeitigen wirtschaftlichen Entwicklung nicht realisierbar.

Im Zuge der forcierten abwassertechnischen Erschließung konnten sehr viele tiefe Pumpenschaftbaugruben bzw. komplette Bauwerke in den Ländern Brandenburg und Sachsen-Anhalt erstellt werden. Größere Spundwand- und Trägerbohlverbauarbeiten nebst Ankerarbeiten wurden für einen Brückenbau in Lübz, die Ortsumgehung Gardelegen und den Brückenneubau an der B 195 bei Bandekow mit 3400 m² Spunddbohlen in 12m Länge ausgeführt. Für den neuen Schiffsanleger in Havelberg mussten 160m Spundwand sowie 8 Doppeldalben nebst Bohrpfählen für das Touristinformationsgebäude eingebracht werden. Auf dem Deponiegelände Stendal wurden 115 lfd. Meter Spundbohlen, 12m lang, für einen Bio-Puster-Großversuch eingebaut sowie diverse Gasbrunnen, Durchmesser 800 mm, gebohrt und umfangreiche Rohrverlegearbeiten ausgeführt.

LKW W50 mit Ladearm

1989

Nach der Wiedervereinigung brach das bisherige Auftragsumfeld zusammen, und es mussten neue Arbeitsgebiete und Auftraggeber gewonnen werden. Da sich der Brunnenbau – insbesondere für Industrie, Landwirtschat und öffentliche Auftraggeber – bis heute noch nicht erholt, wurde verstärkt in den Bereich Spezialtiefbau investiert.

1973 – Tangerhütte – Wasserhaltungsbrunnen
für Siebkesselpumpwerk

1973

erfolgte die bisher umfangreichste Grundwassersenkung für ein Siebkesselpumpwerk in Tangerhütte mit einer Wasserspiegelabsenkung um 7,5m, wozu 20 Tiefbrunnen mit einer Gesamtfördermenge von ca. 1300m³/h notwendig waren.

In den Folgejahren wurde entsprechend den Zuweisungen aus dem staatlichen Vermittlungsaufkommen der Fuhrpark mit 3 Allradarmeefahrzeugen W50 ausgebaut und diese mit Ladearm komplettiert. So konnten bei umfangreichen Meliorationsmaßnahmen flexibel die notwendigen Wasserhaltungen, Erkundungsbohrungen, Rohrvortriebe und Gründungen ausgeführt werden. Eine Trockenbohranlage wurde zur Saugbohranlage umgebaut, um so Bohrungen bis 700 mm Durchmesser schnell abteufen zu können.

Aus Platzmangel auf dem Werkstattgelände musste eine Lagerfläche gesucht werden die 1975 im Nachbardorf Grobleben gefunden und gemietet werden konnte. In der Bahnhofstraße in Tangermünde wurde aus einer Mühlenruine eine 320 m² Halle für die Maschinen und Fahrzeuge aufgebaut. Auf dem Firmengelände wurde 1988 die baufällige Lagerhalle durch einen Massivbau ersetzt, der heute als Werkstatt, Lager und Garage fungiert.

1968 – LKW S4000 mit Schäfer Bohranlage

1960

schloss Hermann Rudolph sein Studium an der Ingenieurschule für Wasserwirtschaft in Magdeburg ab und trat 1961 in die Firma ein.

1963 konnte ein 2-t-LKW Phänomen erworben werden. Somit war der Nahverkehr zur Versorgung der Baustellen weitestgehend unabhängig. Durch die fehlende Ersatzteilversorgung für diesen Vorkriegstyp gab es bald wieder Schwierigkeiten im Transport. Es gelang über langwierige Antragsverfahren bei den zuständigen staatlichen Organen, eine Freigabe zum Kauf eines Robur K 30 aus Armeebeständen zu erwirken. Es folgte 1968 ein LKW H3A, sodass damit 2 Brigaden motorisiert waren.

1962 – Hohenseeden – Verteilerwehr

1955

und in den Folgejahren erfolgte auch der Bau von Kiesschüttungsbrunnen mit Steinzeugfilterausbau, so in der Molkerei Tangermünde, im Krankenhaus Seehausen, im Wasserwerk Arneburg, in der Stadt Tangermünde – um nur einige zu nennen. Die leistungsmäßig größten Brunnen wurden für das Eisenwerk Tangerhütte mit einer Tiefe von 27 m und 30m bei 850 mm Endbohrrohrdurchmesser und einem 350 mm Steinzeugfilterausbau erstellt. 1955 konnte ein nachbarliches Gartengrundstück mit Scheune erworben und in das heutige Werkstattgelände umgestaltet werden.

1956 – Molkerei Tangermünde – Brunnenbau
mit Steinzeugfilter

1954

musste mit 91m die bisher tiefste Bohrung für das Weideberegnungsprogramm der Wasserwirtschaftsdirektion in Bürs wegen Nichtfündigkeit aufgegeben werden. Etliche derartige Brunnen wurden im Raum Sanne, Arneburg und Miltern erstellt. Die Fuhrleistungen erfolgten durch Landwirte, das Faserplattenwerk und die Firma Roggafol mittels Lanz-Bulldogs unter oft unvorstellbaren Schwierigkeiten und von ständigen Pannen begleitet.

1955 konnte dann wieder ein Pkw DKW IFA F8 in den Betrieb aufgenommen werden, womit sich der Wirkungskreis erweiterte. So gab es Baustellen für die Post in Heyrothsberge, Magdeburg, Gardelegen und Kleinau sowie für die Reichsbahn in Werben, Loitsche und Wusterwitz.

Hermann Rudolph
*10.01.1938

1945

verstarb Otto Rudolph in Kriegsgefangenschaft, er war erst kurz vor Kriegsende eingezogen worden. Der Betrieb wurde durch Karl Rudolph und Witwe Gertrud Rudolph (gest. 2000) weitergeführt. Jetzt galt es vorwiegend, Kriegsschäden an den ländlichen Wasserversorgungsanlagen zu beheben sowie Brunnen für Neusiedler zu schaffen. Da der Pkw in den letzten Kriegsmonaten konfisziert wurde, mussten sämtliche Transporte über Pferdegespanne bzw. die Tangermünde anlaufende Milchwagen durchgeführt werden.

Bei den Reparaturarbeiten wurde oft das Fahrrad mit Werkzeugen beladen, und mit einer Stange Rohr auf dem Buckel ging es ab in die umliegenden Dörfer.

Erdarbeiten in Stendal

Für die damals tätigen Mitarbeiter bedeutete dies meist eine gute Tagesverpflegung und zum Feierabend einen Liter Milch für die abendliche Suppe.

1952 – 1955 erfolgte dann die Lehre von Hermann Rudolph – als Brunnenbauer im Familienbetrieb. Seit dieser Zeit begann auch wieder verstärkt eine Investitionsbautätigkeit, sodass sehr viele Baugrundbohrungen, Bauwasserversorgungs-brunnen und im zunehmenden Maße Grundwasser-senkungen durchgeführt wurden; hier insbesondere beim Aufbau des Faserplattenwerkes und der Leimfabrik Tangermünde sowie der Kläranlage, der Tierklinik und des Dauermilchwerkes in Stendal.

Karl Rudolph
10.02.1904 – 31.10.1986

1936

erfolgte ein Anbau an die sehr kleine Werkstatt, wodurch die Schlosserarbeiten ausgedehnt werden konnten. Es wurden in dieser Zeitständig Lehrlinge in dem Schlosser- und Brunnenbauhandwerk ausgebildet. Entsprechend der damaligen Entwicklung kamen Großaufträge zum Bau von Feuerlöschbrunnen und Versorgungsbrunnen.

1928

übernahmen die beiden Brüder Karl und Otto Rudolph den Betrieb und leiteten ihn gemeinsam. Der Gründer Hermann Rudolph starb im darauf folgenden Jahr. Im Jahre 1934 erwarb Karl Rudolph seinen Meisterbrief für das Brunnenbauhandwerk.

Es folgte eine Zeit des harten Konkurrenzkampfes, wo um jede Mark in Kostenangebot und Ausführung gerungen wurde. Die Auftragsverhandlungen, Kundenberatungen sowie Kassierung der Rechnungen erfolgte fast ausnahmslos sonntags, und nicht selten musste um geringe Beträge mehrmals vorgesprochen bzw. bei Sofortzahlung ein Preisnachlass gewährt werden. 1929 konnte das Fahrrad, das bis dahin übliche Beförderungsmittel, durch ein Motorrad etwas verdrängt werden, und ab 1934 war durch die Anschaffung eines Pkw Hanomag mit Hänger der Betrieb weitestgehend mobil.

Otto Rudolph
18.06.1901 – 13.12.1945

1914

schrumpfte der Betrieb aufgrund von Arbeitsmangel und der entstandenen wirtschaftlichen Lage mit Beginn des 1. Weltkrieges auf 3 Mann zusammen. Das bis dahin erworbene Kapital, das in Anleihen und Wertpapieren angelegt war, verlor durch Konkurse und Inflation völlig seinen Wert, sodass kaum die 8-köpfige Familie ernährt werden konnte.

1920 bis 1924 erfolge die Lehre von Karl Rudolph im elterlichen Betrieb, in dem zu der Zeit vorwiegend Installationen und Hauswasserversorgungsbrunnen ausgeführt wurden. Die Lehr- und Wanderjahre führten Karl Rudolph in die Gegend von Celle, wo er an der 1. Rotary-Ölbohrung Deutschlands teilnahm. Danach erwarb er sich Kenntnisse auf dem Gebiet der Grundwassersenkung beim Staatsoper- und U-Bahnbau in Berlin. Der ältere Bruder Otto Rudolph hatte in der hiesigen Schiffswerft und in einem Maschinenbaubetrieb in Kiel das Schlosser- und Dreherhandwerk erlernt. 1925 kam er in den väterlichen Betrieb und führte zumeist Installationen, Schlosserarbeiten sowie Dreh- und Schweißarbeiten aus.

Im Jahre 1903 wurde das
Haus in der Karl-Liebknecht-Str.
bezogen und ist noch bis heute Verwaltungs- und Wohnsitz

1903

konnte das Wohnhaus in der heutigen Karl-Liebknecht-Straße mit kleiner Werkstatt bezogen werden. Als Lager für die zu verarbeitenden Hölzer sowie die Geräte und Absteifungsmaterialien diente der Anliegerweg hinter der Werkstatt.

In den Jahren bis 1908 beschäftigte der Gründer in der Werkstatt für den Holzpunpenbau ständig 1 Stellmacher sowie weiterhin 2 Vorarbeiter und durchschnittlich 15 Arbeiter. Das Arbeitsgebiet umfasste vornehmlich den Schachtbrunnenbau mit einem Durchmesser bis 200 mm und bis 30 m Tiefe, Pumpenbau und Reparaturen sowie die Verlegung von Kanalisationsleitungen.

Hermann Rudolph
28.01.1854 – 21.09.1929

1878

übernahm der Gründer der Firma, Hermann Rudolph, von seinem verstorbenen Lehrmeister, Brunnenmeister Christoph Gaede, dessen für damalige Zeit modern geführtes Unternehmen. Sein Lehrvertrag sowie feste gedruckte Preislisten zeugen von der Solidität des Betriebes, der Schachtbrunnen bis zu 6 m Durchmesser und ca. 30 m Tiefe herstellte und hierbei bis zur polnischen Grenze und in den Hallenser Raum gekommen ist. Nach der Übernahme des Betriebes am 14.11.1878 wurde das Eckgrundstück Kirchstraße / Markt des Brunnenmeisters Gaede weiter genutzt. Es folgten Wechsel in die Breite Straße, Magdeburger Straße und Bahnhofstraße

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